Kapitel 3 Ikigai

Kapitel III

Ikigai. Wofür es sich zu leben lohnt.

Die wichtigste Lektion des Pai Mai.

Ikigai, neudeutsch „Purpose“, den Sinn sich damit zu beschäftigen, hätte der alte Meister Pai Mei mit einem gütigen leichten Nicken bekräftigt. Glücklicherweise muss er die heutigen Versuche dieser Frage nachzugehen, nicht mehr erleben. Die wären ihm nicht mal ein Kopfschütteln wert. 

Eine Vision mit „die Welt besser machen“, Millionenschwere Investoren und eine Exitstrategie – das können schon Gründe sein, morgens aufzustehen. Der Launch der nächsten Beta-Version – besser, aber noch nicht gut – steht an, die Investoren wollen Rendite sehen oder der Traum vom 100 Mio. windfall will realisiert werden. Alles Gründe, die es so schwer machen, den wahren Grund zu finden. Nebelkerzen, die den Blick auf die Essenz verhüllen. Oder verhüllen sollen?

Nicht der Purpose gibt einem Sinn, sondern der eigene Sinn wird zum Purpose. 

Immer austauschbarere Produkte, lizenzfreie Bildwelten und hingeworfene Schlagwortbrocken, statt schlagender Zeilen – wenn man wollte, wäre es einfach zu erkennen: Das macht keinen Sinn. Aber da man nun mal morgens aufwacht, ob man will oder nicht und ohnehin nichts besseres vorhat, macht man eben munter weiter.

Das mag bisweilen mühsam sein, aber immerhin lenkt es auch prima von dem ab, was fehlt: Mut.

Der Mut sich der eigenen Sinnlosigkeit zu stellen. Wo ist der Mehrwert für die Menschen? Was macht ihr Leben besser? Wofür braucht es ein 08/15 Produkt und das Unternehmen, das es herstellt? Und wen interessiert, was die zu sagen haben?

Es braucht Mut sich der Sinnlosigkeit zu stellen. Und Kraft diesen Zustand zu verändern.

Statt Buzzword-Bingo zu spielen, sich selbst zu beweihräuchern und etwas Bling-Bling-Augenpulver zu streuen, ist der erste und wichtigste Schritt das eigentliche Problem anzugehen. Nichts muss so sein, wie es ist. Jedes Produkt lässt sich verbessern bis es einen wirklichen Mehrwert bietet. Und wenn nicht? Dann lässt sich etwas grundsätzlich besseres erfinden. Wer vielleicht die Welt nicht besser machen kann, hat zumindest die Möglichkeit das Straßenbild nicht mit schlechten Plakaten zu verschandeln. Wer sich nicht nur mit der Frage beschäftigt, wie er im Netz gefunden wird, sondern warum er gefunden werden soll, der ist auf dem richtigen Weg.

Aufzuhören die eigene Sinnlosigkeit zu verschleiern und anzufangen daran zu arbeiten, dem ganzen einen wirklichen Sinn zu geben – das ist sehr anstrengend, aber auch ein sehr guter Grund morgens aufzustehen.

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Mit der tiefen Überzeugung gegründet, dass die Welt keine weitere Werbeagentur braucht, stellen wir uns jeden Tag die Frage was und wie wir es besser machen können. Gerne auch für Sie:

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