Muss nur noch kurz die Welt retten...

Muss nur noch kurz die Welt retten...

… und jeder hat jetzt eine Ohrwurm von Tim Bendzko. Diesen Ohrwurm, könnte man meinen, hat auch jedes zweite Start-up. Nach einem halben Jahr der Selbstständigkeit, Höhen und Tiefen und vielen neuen Kontakten in der Gründerszene, werde ich fast täglich mit Visionen bombardiert. Auf all den zahlreichen Veranstaltungen für und über Start-ups trifft man auf Visions-getriebene Gründer, die strahlend von ihrer Idee und ihrem Unternehmen erzählen. Meist gehe ich motiviert von diesen Veranstaltungen und denke mir „Wow, das inspiriert mich, dem möchte ich nacheifern„. Doch gab es auch Events, von denen ich eher demotiviert gegangen bin: überfordert von all dem Antrieb der anderen, der Genialität und den großen Visionen. Was zu der sehr schlüssigen Frage führt: Welche Vision habe ich überhaupt? Was treibt mich an? Was will ich im Leben erreichen? Wie möchte ich die Welt retten?

Wie möchte ich die Welt retten?

In meinem bisherigen beruflichen Werdegang hat sich alles eher einfach so ergeben: vom kurzen Traum der Modedesignerin über eine Bewerbung als Mediendesignerin, welche mich in die Beratung brachte hin zur spontanen Selbstständigkeit. Ich hatte also nie DEN einen Plan, nie DEN einen Traumberuf, nie DIE eine Vision. Eine Lösung musste her, denn wer ist schon Unternehmer*in ohne Plan und ohne Vision? (Mein innerliches Ich sagt an dieser Stelle „Ich! Ich! Ich!“ )

Mein Mitgründer Sven hat bereits einen sehr interessanten Artikel über die Relevanz von einem klaren Kern, einer klaren Ausrichtung von Marken und Unternehmen geschrieben. Das gilt auch für uns als The Story Of The Fish. Denn wir können nichts predigen ohne es selbst vorzuleben und danach zu streben. Die zigtausendste Agentur im Bereich Branding hat sich gegründet. Ein Dienstleistungsunternehmen, das anderen Unternehmen hilft sich als Marke stark am Markt zu etablieren mit einem Angebot, das der einer Fullservice-Werbeagentur entspricht – keine wirkliche Spezialisierung. Wo doch die Digitalisierung gerade Spezialisten mit großen Visionen aus jeder Ecke hervorholt. Umso wichtiger also für uns diese eine Vision. Wir sagen zwar: „Mit der tiefen Überzeugung gegründet, dass die Welt keine weitere Werbeagentur braucht, stellen wir uns jeden Tag die Frage was und wie wir es besser machen können.“ Aber was genau soll das heißen und was ist die Vision des Fishes? „…besser machen können“ – retten wir also auch die Welt? Schlaflose Nächte und eine Welle der Selbstzweifel folgten diesem Gedankenstrudel.

Und dann die Erkenntnis. Nein, wir müssen nicht die Welt retten, um mit unserem Tun und unserer Unternehmung erfolgreich zu sein und etwas bewirken zu können. Wir brauchen nicht mal DIESE EINE Vision. Vielmehr verkörpern wir eine Haltung, eine Lebenseinstellung, die uns zu einer Inspirationsquelle für uns selbst und anderen macht. Eine Haltung, die es möglich macht sich als starke Marke am Markt zu etablieren. Eine Haltung, die uns den Weg bereitet, richtig zu denken und zu agieren. Eine Haltung, die folgende Eigenschaften beinhaltet: Offenheit, Neugierde, Mut und Selbstkritik.
Offen genug für Neues, neugierig genug, um weiter nachzuforschen, mutig genug, um auszuprobieren und kritisch genug, Sinnvolles von Unsinnigem zu unterscheiden.

„Eine Haltung, die folgende Eigenschaften beinhaltet:
Offenheit, Neugierde, Mut und Selbstkritik.“

Diese Haltung lässt es zu, nicht in etwas festgefahren zu sein, sondern auf Neues und nicht Vorhergesehenes flexibel zu reagieren. Und das Beste: Die Option „die Welt zu retten“ ist damit nicht mal ausgeschlossen.

#proudtobeafish

Autor: Stephanie Renz

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Mit der tiefen Überzeugung gegründet, dass die Welt keine weitere Werbeagentur braucht, stellen wir uns jeden Tag die Frage was und wie wir es besser machen können. Gerne auch für Sie:

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